Kleine Arnika-Geschichte

Arnika galt früher ein Hexenkraut und wurde erst im 18. Jahrhundert als Arzneimittel entdeckt, aber bereits zwei Jahrhunderte zuvor hat man bei immer sehr schmerzhaften Abtreibungen zur Schmerzlinderung Arnika gegeben. Zeitweise wurde Arnika auch als Tabak für Zigaretten benutzt. Selbst in Goethes Aufzeichnungen wurde Arnika erwähnt. Er berichtet, warum im 19. Jahrhundert Arnika unter Naturschutz gestellt werden musste. Apotheker ließen damals unzählige Helfer ausschwärmen, deren alleiniger Auftrag es war, Arnika in solchen Mengen zu sammeln, dass die Pflanze vom Aussterben bedroht war.

Tinktur oder Salbe?

Noch heute gilt Arnika als ein Allheilmittel, das zur Blutreinigung eingesetzt wird und als antibakteriell, antiseptisch, krampflösend, schmerzstillend sowie entzündungshemmend gilt. Arnika in all seinen Formen wird nur äußerlich angewendet, auch bei rheumatischen Muskel- und Gelenkschmerzen mit Tinkturen oder Salben. So liegt der Schritt zur Behandlung eines Muskelkaters sehr nahe. In der Homöopathie gilt Arnika als echtes Wundermittel zur Bekämpfung von Muskelkaterschmerzen.

Warum darf man Arnika nur äußerlich anwenden?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die flüssige Einnahme, beispielsweise eine Tinktur, zu heftigem Erbrechen führen kann, es wird sogar von Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen berichtet. Auch bei der äußerlichen Anwendung von Tinkturen ist darauf zu achten, dass diese mit Wasser verdünnt wird. Ansonsten besteht die Gefahr erheblicher Hautreizungen, weshalb auch bei Muskelkaterbehandlungen die Haut nicht verletzt oder beschädigt sein darf.

Achtung Allergiker

Für Allergiker ist es wichtig zu wissen, dass Allergien auf Ringelblumen oder Kamille durch Arnika noch verstärkt werden. Es ist unverzichtbar sich den Beipackzettel genauestens durchzulesen.

Bild: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de