Muskeln brennen ohne sport

Muskeln brennen ohne Sport

Muskeln brennen ohne Sport ist möglich. Sie können plötzlich auftreten oder sogar chronisch werden. In den meisten Fällen sind Spannungen, Belastungen oder Verletzungen harmlos und könne daher von selbst heilen. Schlechte Körperhaltung und übermäßiger Gebrauch sind normalerweise die Ursache für Muskelbrennen. Manchmal sind Muskelschmerzen jedoch auch ein Begleitsymptom schwerer Erkrankungen der Muskeln, des Nervensystems, der Knochen oder anderer Organe. Lese nun alle wichtigen Informationen zu den Ursachen und zur Behandlung von Muskelschmerzen.

Muskeln brennen ohne Sport:

Beschreibung: stechende, krampfartige, ziehende, brennende oder drückende Schmerzen in den Muskeln. Betroffen ist meist der Rücken-, Schulter- oder Nackenbereich. Muskelschmerzen können akut oder chronisch verlaufen.

Ursachen: Fehlbelastung, Verletzungen, Überanstrengung, Infektionskrankheiten, Erkrankungen der Muskulatur, des Skeletts, des Immunsystems, des Nervensystems oder anderer Organe, Medikamente, Drogen, Alkohol.

Wann zum Arzt? Bei unerklärlichen, lang anhaltenden Muskelschmerzen (länger als zwei Wochen) sowie bei Verdacht auf einen Muskelfaser- oder Muskelriss.

Diagnostik: Erhebung der Krankengeschichte im Erstgespräch (Anamnese), körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen, Elektromyografie, Ultraschall, ggf. Computertomografie (CT), Magnetresonanz- oder Kernspintomografie (MRT), Muskelbiopsie.

Behandlung: Bei akuten Muskelschmerzen betroffene Muskeln schonen, kühlen. Bei chronischen Muskelschmerzen Therapie durch z.B. Wärme, sanfte Bewegung (wie Yoga), Stressabbau, Massagen, Physiotherapie, Elektrotherapie, Akupunktur, Akupressur, Neuraltherapie oder Psychotherapie. Bei Muskelfaser- oder Muskelriss abschwellender, schützender Verband, ggf. Operation.

Vorbeugen: z.B. gesunde Ernährung mit ausreichend Magnesium (Vorbeugung von Muskelkrämpfen), viel Bewegung, Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport, regelmäßige Entspannung, ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz

Muskelschmerzen: Ursachen

Muskeln brennen ohne Sport wird normalerweise durch ungewohnte Bewegung oder auch Verletzungen und Überlastung verursacht. Es kann aber auch mit Infektionskrankheiten wie beispielsweise einer Grippe zusammenhängen. Andere Krankheiten (wie das Immunsystem, die Knochen oder das Nervensystem) treten selten auf, es kann jedoch vorkommen. Einige Medikamente können ebenfalls Muskelschmerzen verursachen.

Muskelverletzungen

Neben dem klassischen Muskelkater können auch andere schwerere Muskelverletzungen Schmerzen verursachen. Dies umfasst Muskelprellungen und -zerrungen sowie Muskelfaserrisse oder sogar Muskelrisse. Diese Verletzungen treten normalerweise während des Trainings auf, wenn sich die Muskeln plötzlich ohne Aufwärmen verspannen. Tennis, Fußball und Krafttraining sind sehr gefährliche Sportarten für diese Arten der Verletzungen. Tritte oder Schläge können aber auch Muskelverletzungen verursachen. Druck- oder Bewegungsschmerzen manifestieren sich als Muskelzerrung oder Blutergüsse. Muskelfasern oder Muskelrisse gehen mit stechenden Schmerzen und Blutergüssen im betroffenen Bereich einher. Eine typische Delle im Gewebe kann man normalerweise sehr gut sehen und somit von außen den Muskelriss schon ertasten.

Muskelkrämpfe

Muskelschmerzen kann plötzlich auftreten und immer wieder verschwinden oder die betroffene Person dauerhaft quälen. Muskelkrämpfe treten besonders häufig in den Unterschenkeln auf. Sie können Muskelkater oder Wadenschmerzen auslösen. Muskelkrämpfe werden normalerweise durch Magnesiummangel verursacht, der durch körperliche Anstrengung während des Trainings verursacht werden kann. Während des Trainings führt übermäßiges Schwitzen dazu, dass der Körper viel Magnesium verliert. Krankheiten können auch die Ursache für Muskelkrämpfe sein, wie beispielsweise bei einer Schädigung der Leber.

Muskelverspannungen

Bewegungsmangel und schlechte Körperhaltung sind weitere, häufige Ursachen für Muskeln brennen ohne Sport. Wenn du beispielsweise längere Zeit vor einem Computer oder in einem Auto sitzt, können Muskelverspannungen auftreten. Bestimmte Übungen, Muskelschwäche und psychischer Stress können ebenfalls zu Spannungen führen. Ein einfaches Spannungsgefühl beginnt mit ziehenden, stechenden Schmerzen hauptsächlich an Schultern, Nacken oder Muskelkater im Rücken. Die betroffenen Muskeln sind hart und druckempfindlich. Beschwerden treten auf, wenn du dich bewegst oder auch im Ruhezustand bist. Danach breitet sich der Schmerz von der Schulter bis zum Arm aus.

Muskelerkrankungen

Bei Muskelerkrankungen wird zwischen Entzündungen (Myositis) und nichtentzündlichen Formen unterschieden.

Entzündliche Muskelerkrankung: Die möglichen Ursachen für entzündliche Muskelerkrankungen sind:

  • Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten) wie zum Beispiel bei Morbus Bornholm, Lepra, Tetanus, Syphilis
  • Autoimmunerkrankungen wie Polymyositis (zählt zu den rheumatischen Erkrankungen)
  • Viele Muskelentzündungen werden von einer Muskelschwäche begleitet (Myasthenie). Die Muskulatur ermüdet dann sehr schnell und kann nicht mehr ihre volle Kraft entwickeln.

Nicht-entzündliche Muskelerkrankungen

Zum Beispiel können diese mit dem Stoffwechsel oder Hormonen zusammenhängen. Hypothyreose ist eine mögliche Ursache. Andere wichtige, nicht entzündliche Muskelerkrankungen sind Fibromyalgie (ein Schmerzsyndrom, das das gesamte Muskelgewebe betrifft) und Muskeldystrophie (eine genetisch bedingte Krankheit, die Muskelschwäche und Muskelschwund verursacht).

Erkrankungen des Skeletts und anderer Organe

Rückenbeschwerden, Bandscheibenvorfall und Schmerzen im unteren Rückenbereich sowie Verletzungen der Halswirbelsäule können manchmal Schmerzen verursachen, die als Muskelschmerzen missverstanden wurden. Gleiches gilt für Osteoporose (Knochenschwund), Arthropathie (Gelenkverschleiß) und Spondylitis ankylosans. Letzteres ist entzündlicher Rheuma der Wirbelsäule und der Gelenke.

Medikamente und Giftstoffe

Medikamente und Giftstoffe können auch Muskelschmerzen verursachen. Statine werden häufig als cholesterinsenkende Medikamente eingesetzt und können bei vielen Patienten Muskelschmerzen verursachen, die durch körperliche Betätigung verschlimmert werden können. Dies kann auf einen gestörten Energiestoffwechsel der Muskelzellen zurückzuführen sein. Antibiotika aus der Penicillin-Gruppe können auch Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe und Muskelschwäche verursachen. Nicht nur Medikamente, sondern auch Drogen wirken sich häufig negativ auf die Muskeln aus. Beispielsweise greifen Alkohol und Heroin Muskelgewebe an und verursachen bleibende Muskelerkrankungen, die mit Muskelschmerzen zusammenhängen.

 

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