Warum hilft ein Gang in die Sauna gegen Muskelkater?

Wie bereits beschrieben ist Wärme ein wahres Allheilmittel um Muskelkater zu behandeln, so kann auch ein Saunagang durchaus helfen, die Schmerzen zu lindern. Der renommierte Marburger Sportpädagoge Dr. Dietmar Krause vom Deutschen Grünen Kreuz empfiehlt auf dem informativen Internetportal forum-schmerz.de ausdrücklich Saunagänge zur Linderung von Muskelkaterbeschwerden. Vielfach wird auch empfohlen, ein Training durch leichtes Auslaufen und zurückhaltende Gymnastik zu beenden und anschließen in die Sauna zu gehen.

Sauna nach dem Sport

Man kann diese Frage eigentlich in einem Satz beantworten: Sauna regt den Stoffwechsel an, regeneriert damit den gesamten Körper und damit auch die beschädigten Muskelfasern, durch die durch ein Muskelkater entsteht. Kurz gesagt, Sauna verstärkt die Durchblutung wodurch bei Muskelverspannungen und –verletzungen der Heilungsprozess positiv beeinflusst wird. Durch das Schwitzen entledigt sich der Körper von seinen Schlacken, durch das abschließende Abkühlen entstehen Kälte- und Wärmereize, die den Muskelkater erfolgreich bekämpfen. Hinzu kommt noch, dass in einer Sauna der Körper ein ganzheitliches Wohlgefühl bekommt, was sich ebenfalls positiv auf den Heilungsprozess auswirkt.

Was man unbedingt beachten sollte

Ein sofortiger Saunagang nach dem Sport ist Menschen bei einem stabilen Kreislauf kein Problem. Hat man allerdings Kreislaufprobleme, dann sollte man bis zu einer Stunde warten und mit einer lauwarmen Dusche die Zeit überbrücken. Nicht vergessen sollte man, dass sich in einer Sauna die Körpertemperatur etwa um ein Grad erhöht, deshalb ist das anschließende Abkühlen so wichtig, da dadurch die ursprüngliche Körpertemperatur wieder hergestellt wird. So fühlt man sich entspannt, und die Muskelschmerzen sind kaum noch zu spüren – zumindest eine Weile.

Vor dem Sport in die Sauna?

Vor allem Sportler aus nord- und osteuropäischen Ländern schwören auf ein sogenanntes „Finnisches Heißluftbad“ vor dem Training, um einem Muskelkater vorzubeugen. Ob es tatsächlich hilft, das ist nicht bewiesen, schaden kann es aber keinen Fall. Einen Selbstversuch ist diese Methode allemal wert. Wichtig: Ein Heißluftbad ist keine Sauna! Ein Saunagang vor dem Training wird von niemandem empfohlen und spielt in der modernen Trainingsvorbereitung kaum eine Rolle. Der Grund ist einfach: Sauna vor dem Sport setzt die Leistungsfähigkeit enorm herab. Die Erklärung liegt auf der Hand: Ein einzelner Saunagang mit 90 Grad senkt den Puls auf 120 ohne jegliche körperliche Anstrengung, was heißt, dass ein Saunagang den Körper auch belastet, was durch die Kombination von Wärme und Kälte auch gewollt ist. Nur so entsteht am Ende einer Sauna die totale Entspannung, ein herrliches Wohlgefühl entsteht und der Körper ermüdet. Danach auch noch Sport zu treiben macht wirklich keinen Sinn.

Welche Sauna ist die richtige?

Die Fachwelt ist sich einig, welche Sauna auch immer, es wird immer die richtige sein. Sei einigen Jahren geistern esoterische Saunamöglichkeiten durch das Internet: Edelsteinsauna, Biosauna, Kristallsauna und andere. Zur Bekämpfung eines Muskelkaters reicht eine ganz normale Sauna, selbst der Aufguss spielt in diesem Falle keine Rolle. Die beanspruchten Muskeln freuen sich alleine über die wohltuende Wärme und den anschließenden Sprung ins kalte Wasser.

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