Eine erfolgreiche Alternative zur Bekämpfung eines Muskelkaters können homöopathische Mittel sein. Allerdings ist deren Wirkung von Mensch zu Mensch verschieden, denn Untersuchungen ergaben, dass homöopathische Mittel nur bei rund einem Drittel der von Muskelkater betroffenen Menschen eine effektive Hilfe sind. Deshalb gilt es bei homöopathischen Hilfsmitteln, diese individuell auszuprobieren um festzustellen, welche für einen persönlich wirksam sind.

Wichtig sind die einzelnen Substanzen. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen Inhaltsstoffe. Im Kampf den Muskelkater werden gerne die folgenden drei Inhaltsstoffe verwendet:

  • Bellis perennis (wird aus dem Gänseblümchen gewonnen).
  • Cimicifuga racemosa (wird aus der Wurzel der Traubensilberkerze gewonnen).
  • Arnica montana (auch Bergwohlverleih genannt). Gegen Muskelkater nimmt man Arnica D12 zweimal täglich.

Genauere Informationen über Wirkung und Einsatz dieser drei Präparate gibt die Seite http://lexikon-der-homoeopathie.de/homoeopathische-mittel.

Weitere Homöopathika

Weitere homöopathische Hilfsmittel, die Muskelkaterschmerzen lindern können, sind Schwedenkräuter, Jonen-Salbe oder die sogenannte Murmeltier-Salbe. Hilfreich sind auch ätherische Öle aus Eukalyptus, Kampfer, Rosmarin oder Minze, die durch leichtes Einmassieren oder als Badezusatz Linderung bringen können.

Helfen Schüssler-Salze wirklich?

Zu den homöopathischen Hilfsmitteln bei Muskelkater zählen auch Schüßler-Salze, auf die viele Sportler schwören. Es handelt sich hierbei um Präparate die sich aus Mineralsalzen zusammensetzen und sich in ihrer Dosierung, auch Potenzierung genannt, unterscheiden. Um Schüssler-Salze erfolgreich einsetzen zu können, muss man sie verdünnen. Dabei ist es ein Irrglaube, dass sich durch das Verdünnen auch die Wirkung verringert, denn das Verdünnen bewirkt im Prinzip lediglich, dass sich die besser entfalten können. Das heißt, die heilenden Salze erreichen schneller den betroffenen Muskel.

Was heißt Potenzierung?

Der Begründer der homöopathischen Medizin, Samuel Hahnemann (1755-1843), prägte das Wort Potenzieren, da er die Meinung vertrat, dass Verdünnen nicht das richtige Wort für Wirkung sei.

Es gibt folgende Potenzen: D, C, M und LM/Q.

  • D: Verdünnung im Verhältnis 1:10
  • C: Verdünnung im Verhältnis 1:100
  • M: Abkürzung für C1000
  • LM/Q: Verdünnungsschritte 1:50.000

Als Beispiel sei die Herstellung einer D-Potenz genannt. Ein Tropfen der gewählten Substanz wird mit neun Alkoholtropfen vermischt. Davon wiederum benötigt man einen Tropfen und verdünnt diesen mit neun Tropfen Alkohol um die Potenz D2 zu erzielen. Die weiteren Steigerungen bauen auf diesem System auf.

Ausführliche Erklärungen zur Potenzierung von Schüßler-Salzen findet man auf der Seite http://schuessler-salze-liste.de/potenzen/index.htm.

Schüssler-Salze und der Muskelkater

Wie so viele homöopathischen Präparate ist auch die Wirkung von Schüssler-Salzen umstritten – auch bei einem Muskelkater. Sportler, die auf Schüssler-Salze schwören, gehen folgendermaßen vor:

Bei einem Muskelkater werden vor allem die Schüssler-Salze Nr. 3. „Ferrum Phosphoricum“ und Nr. 6. „Kalium Sulfuricum“ empfohlen, die man in Tablettenform mehrfach täglich einnehmen soll. Empfohlen werden vor allem die Salze „Kalium sulfuricum“ und „Silicea“. Wer unter Laktose-Intoleranz leidet, kann Schüßler-Salze auch in Tropfenform einnehmen. Auch die gleichzeitige Einnahme mehrerer Salze kann zu Erfolgen führen.

Schüssler-Salze als Salbe

Schüssler-Salze werden auch als Salbe gegen Muskelkater angeboten. Empfohlen werden Nr. 5. „Kalium Phosphoricum“ und Nr. 6. „Kalium Sulfuricum“, die mehrfach am Tage dünn aufgetragen oder vorsichtig einmassiert werden müssen.

Da es noch weitere homöopathische Mittel gegen Muskelkater gibt, ist eine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker zu empfehlen, denn das Angebot ist für einen Laien kaum überschaubar. Letztendlich gilt aber, dass jeder Trainierende das für ihn ideale homöopathische Präparat individuell finden muss.

Hat man aber einmal das passende Präparat für sich gefunden, lässt sich auch die Homöopathie einfach via Internet ordern. Denn auch viele Versandapotheken bieten die Mittel mittlerweile an, oft sogar ein paar Euro billiger, als im Laden. Deshalb lohnt es sich, auch hier zu vergleichen. Aber Achtung: immer vor Kauf prüfen, in welchem Land der Versandhandel sitzt.

 

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